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W.A.R.-Week: Danke und Gewinnspielauslosung

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Heute gibt es noch einen Beitrag, denn sicherlich wollt ihr gerne die Antwort auf eure Frage/n an Bianca Nias wissen und erfahren, wer einen Preis gewonnen hat.

Davor möchte ich aber erst mal Danke sagen!
Danke an Bianca Nias, der meine Idee gefallen und die sich die Zeit für die Interviews genommen hat. Außerdem möchte ich ihr auch herzlich für die Bereitstellung der tollen Preise danken.
Ein weiterer Dank geht an Tatty. Sie hat mir geholfen, meinen Beiträgen den letzten Schliff zu geben, gute Hinweise angemerkt und war jederzeit für einen kurzen Austausch da.
Und natürlich möchte ich mich auch bei euch bedanken, die fleißig kommentiert haben :). Durch euch wusste ich, dass die investierte Arbeit und Zeit nicht umsonst war!

Bevor ich die Gewinner bekannt gebe, hier die Antworten von Bianca auf eure Fragen :).

Hauselfe: ‘Verwurstest’, verbindest du weiterhin reale Charaktere in deinen Büchern? Oder war das bei der Tatzenbande eine Ausnahme?!
Es gibt immer wieder mal Charaktere, die ganz bewusst eine Person widerspiegeln, die ich kenne. Zu Constantin hat mich Constanze inspiriert, wie es auch der Name schon hergibt. Ansonsten bilden sich die Figuren während dem Schreiben fast von selbst, ihr Charakter lehnt sich natürlich hauptsächlich an das an, wofür ich sie erschaffen habe.
Wenn ich allerdings aus der Ich-Perspektive schreibe (wie z.B. beim Carter May, bei Keyla oder beim Bulls Eye) steckt plötzlich ganz viel von mir selbst drin, weil ich dann automatisch der Figur noch näher bin und in sie eintauche. Lässt sich nie vermeiden. Allerdings bevorzuge ich sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen eher die Multi-Perspektive, wie ich sie bei den Bruns und Navy Seals verwende.

Susanne Beck: Wie reagierte dein Umfeld (also Familie und auch Arbeitskollegen) darauf, dass du schreibst, veröffentlichst – und dann auch noch “sowas”. Also Gay Literatur.
Anfangs war das tatsächlich für mich wie ein „Outing“. Die Familie war dabei weniger das Problem, von ihr habe ich immer einen großen Rückhalt gehabt, egal, was ich angestellt habe. Bei Freunden und Arbeitskollegen war das schon schwieriger – doch auch dort war es überwiegend okay, weil meine Schreiberei ja nichts mit dem Job zu tun hat oder wie gut ich diesen erfülle. In Bezug auf die Führungsebene meines Amtes habe ich dagegen leider auch schlechte Erfahrungen gemacht, die haben mir ab und an ziemlich dicke Steine in den Weg gelegt, vollkommen offen unter dem Hinweis auf meine schriftstellerische Nebentätigkeit – aber ich bin zum Glück beruflich mittlerweile in einer Position, wo man mir nicht mehr so leicht an den Karren fahren kann. Außerdem bin wohl auch selbstbewusst genug, das nicht nahe an mich heran und andere Leute gepflegt den Buckel runterrutschen zu lassen.

Constanze: Du schreibst ja gerade an dem nächsten Navy Seals Band, weißt du schon ob es danach (mit Pause natürlich) mit W.A.R 2 weitergehen wird?
Schwere Frage. Im Moment kristallisiert sich leider eher heraus, dass ich dringend eine längere Pause brauche. Zumindest mal einen Gang runterschalten muss. Was vor ein paar Jahren beim Schreiben noch locker und flockig von der Hand ging, fällt mir momentan leider immer schwerer. Anscheinend hat das hauptsächlich gesundheitliche Gründe, aber es kommt auch hinzu, dass sich der queere Bereich in meinen Augen in den letzten Jahren stark verändert hat – und in manchen Dingen nicht unbedingt zum Besseren. Es kann daher gut sein, dass der neue Navy-Seals-Band für einige Zeit meine letzte Neuveröffentlichung, zumindest im Gay-Genre, sein wird – wie es danach weiter geht, muss ich erst einmal schauen.
Um auf den 2. Band von WAR zurückzukommen – den wird es auf jeden Fall geben. Geplant ist er jedenfalls momentan für das kommende Jahr.

Angela K.: Mich würde interessieren , ob es eine Szene oder ein Buch gibt, von dem du sagst: Das ist mir am besten gelungen. Oder die du am besten findest ??
Solche Szenen gibt es in jedem Buch. Manchmal sind es diejenigen, wo ich hinterher selbst verblüfft bin, wie sie sich entwickelt hat, wie tiefgründig sie geworden ist. Zum Beispiel bei Devon war das die Szene, wo er beim Klettern von dem Hang abgestürzt ist und Siku ihn aufgefangen hat. Das war eine sehr ergreifende Szene geworden, in der Devon selbst mich überrascht hat.
Oder auch beim Rescue@Bruns_LLC, wo Sidney mit Luke draußen auf der Terrasse steht … dass der harte, schweigsame Tiger uns in dem Moment so tief in sich hinein blicken lässt, hätte ich selbst nicht vermutet.
Oft sind es aber auch genau jene Schlüsselszenen, die ich noch vor Beginn des Projektes als Idee im Kopf habe, auf die sich alles hin entwickelt und ich glücklich bin, beim Schreiben endlich an die Stelle zu kommen und sie rauslassen zu dürfen. Diese Szenen bearbeite ich dann auch sehr sorgfältig, bis sie beim Lesen genau das Gefühl vermitteln, das ich hervorrufen will.

Tatty: Mich würde interessieren, welches Buch Bianca am schwierigsten gefallen ist beim Schreiben. Egal ob die Recherche schwierig und/oder umfangreich war oder ob die Charaktere nicht so wollten wie sie oder ob eine Schreibblockade aufgetreten ist.
Am schwierigsten zu schreiben war für mich tatsächlich Ferris@Bruns_LLC. Der Anfang des Buches war noch prima gelaufen, doch dann wurde es ziemlich kniffelig, aus guten Freunden, die sich von Kindesbeinen an kennen, plötzlich ein Liebespaar machen zu wollen. Das glaubhaft und nachvollziehbar rüberzubringen war nicht einfach, zumal Ferris ja anfangs nur was mit Frauen hatte. Die Sexualität ist dabei immer nur eine Seite, die Gefühlswelt eine ganz andere. Ich hoffe, es ist mir trotzdem gelungen.
Die fieseste Schreibblockade aller Zeiten habe ich beim 2. Band von W.A.R. erlebt, in den ich zurzeit partout nicht reinkomme und den ich deshalb nochmal zur Seite gelegt habe. Von dem Band existiert momentan nur der Anfang mit den ersten Zeilen, und der geht so:

»Willst du zuerst die schlechte oder die ganz schlechte Nachricht hören?«
Fayh hob eine ihrer geraden, akkurat gezupften Brauen und schaute ihn abwartend an, während Jerry stutzte und zuerst über die Frage nachdenken musste, die sie ihm soeben unvermittelt vor den Latz geknallt hatte. Sollte das etwa ein Witz gewesen sein?
Missmutig runzelte er die Stirn. Fuck, es sah nicht danach aus, als würde die junge Ärztin scherzen. Ihre Miene blieb ernst und nicht der Hauch eines Lächelns war auf ihrem Gesicht erkennbar.
»Was ist mit der guten Nachricht passiert?«, beschwerte er sich postwendend.
»Die hat sich angesichts deiner Blutwerte in die Ecke verzogen und heult.« Lässig deutete Fayh mit dem Daumen über ihre Schulter hinweg und Jerry konnte es nicht verhindern, dass sein Blick automatisch in die angezeigte Richtung glitt.

Eltria: Hast du das Gefühl irgendwann alles erzählt zu haben, oder ist es unendlich?
Im Moment habe ich noch genug Ideen und auch angefangene Reihen, wie W.A.R., die Carter May Studios oder auch die Navy Seals, um noch jede Menge Bücher damit zu füllen. Es ist an vielerlei Orten noch nicht alles erzählt und daneben überrennen mich auch noch völlig andere Ideen, die ebenfalls verwirklicht werden wollen. Also – wenn es nach den Plotbunnys geht, wird es sicherlich noch einige Zeit so weitergehen.

Franziska Berg: Wird es noch mehr Geschichten zu den Carter May Studios geben und wenn ja, weist du schon wann der 2te Band kommt ?
Ich habe schon beim Schreiben der Carter May Studios bemerkt, dass es eigentlich kein Einzelband bleiben will. Zum Ende hin hatte ich auch direkt die Idee für die Handlung des zweiten Teils im Kopf – aber ich muss mal schauen, ob und wann ich diesen verwirkliche. Reizen würde es mich, allerdings wurde der arme Carter May leider so wenig beachtet und hat sich dermaßen schlecht verkauft, dass ich gezwungen bin, auch die wirtschaftlichen Folgen zu bedenken, bevor ich das Projekt überhaupt in Angriff nehme. Carter May war nicht direkt ein Misserfolg, ich habe ja auch einige gute Kritiken dafür bekommen, aber die geringen Verkaufszahlen lassen mich eben zweifeln, ob es sich lohnt, es als Reihe fortzusetzen.
In so einem Buch steckt nicht nur viel Herzblut und jede Menge Arbeit, eine etwa vier- bis fünfmonatige Schreibzeit plus mehrere Durchgänge im Rahmen der Überarbeitung, sondern ich muss beim Selfpublishing vorab auch Geld in die Hand nehmen, um Cover, Lektorat, Korrektur und eine Druckauflage zu bezahlen. Zum Glück muss ich ja nicht von den Einnahmen als Autorin leben, finanziell bin ich von der Schreiberei unabhängig – aber man steckt psychisch einen solchen Misserfolg nicht ohne weiteres weg. Das hat mich auch ziemlich demotiviert und runtergezogen, gerade weil ich selbst von dem Buch überzeugt bin und glaube, eine sehr schöne Liebesgeschichte erzählt zu haben. Doch letztendlich möchte ich auch keine privaten Gelder in ein solches Projekt hineinstecken, von dem ich nicht weiß, ob es überhaupt ankommt und gelesen wird. So etwas muss sich auch halbwegs lohnen, doch leider kann man das bei Büchern vorab nie genau einschätzen.

Anja Schmidt: Hallöchen, mich würde interessieren, welches von allen deinen Büchern dein Lieblingsbuch ist und wieso?
Und was sich sicherlich sehr viele fragen. Weißt du schon in etwa, wann es mit WAR 2 weitergehen wird?

Nein, ein Lieblingsbuch habe ich nicht. Das ist wie bei den Kindern: Sie sind total unterschiedlich, das eine in manchen Dingen vielleicht ein bisschen besser als das andere – trotzdem liebt man sie alle gleich. Einige haben es mir beim Schreiben vielleicht ein bisschen leichter gemacht als andere, aber letztendlich bin ich auch mit allen sehr zufrieden und würde sie um keinen einzigen Satz ändern wollen.
Und der nächste Band von W.A.R. ist für das Jahr 2020 in Planung – mal sehen, wie es kommt.

Gewinnspielauslosung: Und jetzt die Gewinner! Wer gewonnen hat, erfahrt ihr unter den beiden Bildern :).

Gewonnen hat Franziska Berg
Gewonnen haben Wolpy und Eltria

Herzliche Glückwünsche an die Gewinner! Bitte meldet euch innerhalb von 48 h per Mail an: kontakt@samenature.de !

Damit endet die W.A.R.-Week nun endgültig. Ich hatte viel Spaß dabei, die Beiträge zu schreiben, habe auch Neues erfahren und könnte mir vorstellen, das mal wieder zu machen.

Wie hat euch die Aktionswoche gefallen? Habt ihr Ideen/Anregungen, was ich das nächste Mal besser machen könnte? Habt ihr was vermisst? Möchtet ihr Bianca noch etwas sagen?
Schreibt es gerne in die Kommentare.

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Ein großes Dankeschön an Sarah, Tatty und vor allem Bianca. Vor allem fürs beantworten der Fragen, Bianca. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!

Wolpy

Wow! Erstmal ein dickes Lob für die tollen Beiträge! Hätte ich das Buch nicht schon vorher geliebt, hätte ich es mir spätestens jetzt gekauft! Vielen Dank für diese Aktion, die den Lesern “ihre” Autoren noch näher bringen!

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