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Rezension zu „Farbtupfer im Herzen“

Posted in Rezensionen

Du möchtest gern für ein paar Stunden in ein Buch mit Wohlfühlfaktor und viel Herz abtauchen? Dann könnte „Farbtupfer im Herzen“ etwas für dich sein.

„Farbtupfer im Herzen“

Jessica Martin

selfpublished

9783758374203

11,99€/4,99€

* Rezensionsexemplar *

Klappentext: […] Um den ständigen Fragen [seiner Familie] nach seinem nichtexistenten Liebesleben zu entkommen, behauptet Teddy, einen festen Freund zu haben. Dabei fällt ihm auf die Schnelle nur der Name seines attraktiven Nachbarn ein. Was als Notlüge beginnt, bringt ihn jedoch schnell in Schwierigkeiten, als die Familie seinen Freund endlich kennenlernen will. Zu allem Überfluss ist sein Ex zurück in der Stadt.
Christopher mag seinen tierlieben Nachbarn, obwohl der introvertierte Künstler unglaublich verpeilt ist. Leider scheint Teddy ihm aus dem Weg zu gehen, dabei sehnt Christopher sich nach einem festen Partner.
Als das Schicksal sie in Form eines flatternden Besuchers zusammenführt, kommt Teddys Lüge ans Licht und Christopher stimmt zu, seinen Freund zu spielen.
Leider fällt es Thaddäus schwer, sich darüber zu freuen, denn er ist sich sicher, dass ihre Fake-Beziehung nicht zum Happy End führen kann.
Oder etwa doch?

Autorin Jessica Martin fackelt nicht lange und zeigt gleich auf den ersten Seiten, wie herrlich schräg und chaotisch Teddy ist. Während Teddy sich schnell in seiner Kunst verliert und damit öfter Raum und Zeit vergisst, ist Christopher strukturiert und hat gerne einen Plan. So ergänzen sich beide wirklich wunderbar. Auch wenn die Beziehung zu Beginn nur ein Fake ist, damit Teddy den Nachfragen seiner Familie entkommen kann, wird schnell klar, dass auf beiden Seiten tiefere Gefühle im Spiel sind. Und so konzentriert sich die Autorin auf die Beziehung der beiden Männer und verzichtet dabei auf Dramen. Sie lässt ihnen den Raum, sich noch näher kennenzulernen, als das, was sie schon als Nachbarn voneinander wissen. Beide sind natürlich nicht perfekt und es gibt Konflikte. Zum Beispiel hat Teddy in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen bezüglich seiner Arbeit als Künstler gemacht und dieser Schmerz sitzt bei ihm auch in der Gegenwart noch tief, was wiederum für Spannungen zwischen ihm und Christopher sorgt. Aber diese und andere werden nicht künstlich in die Länge gezogen, sondern zeitnah gelöst, indem die Protagonisten miteinander reden.

An dieser Stelle möchte ich auch die wunderbaren Nebencharaktere erwähnen. Teddys Familie ist sehr schrullig und jede*r dort hat so ihre/seine Eigenheiten, was sie aber auch sympathisch macht und mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht hat. Christophers Eltern haben ihm leider den Rücken zugekehrt, als er sich vor ihnen geoutet hat, aber in seinem besten Freund und dessen Familie hat er eine neue Familie gefunden.
Jessica Martin zeigt, wie wichtig und wertvoll eine Beziehung ist, wenn sie auf Augenhöhe stattfindet.

Mir hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite sehr gefallen. Super für einen entspannten Tag auf der Couch, mit liebenswerten Charakteren und humorvollen Momenten. Wer Jessica Martins Geschichten kennt, sollte sich diese nicht entgehen lassen. Ich kenne schon andere Bücher von ihr und wurde daran erinnert, dass ich die noch fehlenden unbedingt lesen sollte.

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