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Rezension zu „Stars In Your Eyes“

Posted in Rezensionen

Kacen Callender konnte mich mit their Jugendbuch „How do I tell them I love them“ begeistern, deshalb war ich sehr gespannt auf „Stars In Your Eyes“ mit etwas älteren Hauptprotagonisten.

Rezension zu „Stars In Your Eyes“

Kacen Callender

Forever Verlag

9783958187405

14,99€/11,99€

* Rezensionsexemplar *

Klappentext: Mattie ist ein rising star in Hollywood. Er kann es kaum glauben, dass er für einen Film zusammen mit Logan Gray gecastet wurde! Logan ist Hollywoods Bad Boy, der seinen Schmerz hinter Skandalen, Drogen und Sex versteckt. Außerdem nimmt er kein Blatt vor den Mund: Nach dem ersten Drehtag nennt er Mattie vor der gesamten Presse untalentiert und bringt damit den Film in Gefahr. Denn der wird nur ein Erfolg, wenn die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt. Mattie und Logan werden zu einer Fake-Relationship gedrängt, und kommen sich dabei ungewollt näher. Mattie ist der Erste, der hinter Logans Mauern aus Selbsthass blickt. Aber kann er den Dämonen standhalten, ohne selbst in den Strudel hinabgerissen zu werden? 

Zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte reinzukommen. Ich hatte das Gefühl, sie plätschert nur vor sich hin, mit ein bisschen (viel) Drama und ging davon aus, die Beziehung von Mattie und Logan würde sich von einer Fake-Beziehung zu einer richtigen entwickeln, und das war es. Man, lag ich falsch. Dass die Film-Branche nicht nur heiter Sonnenschein ist, ist wohl allen klar, aber wie dunkel die Schattenseiten sein können, zeigt Kacen Callender vor allem durch Logan. Sex, Drogen und Alkohol spielen eine Rolle, aber mehr bestürzt haben mich die Fans und Hater, die zwischendrin Erwähnung finden und die in anderen Büchern eher selten thematisiert werden. Durch Twitter-Beiträge und Influencer*innen-Statements bekam ich als Leserin zu sehen, welche Macht die Masse hat. Das folgende Zitat gibt diesbezüglich einen guten Einblick: „[…] was wäre mein Leben, wenn ich nicht auf Logan Gray scheißen könnte? Ich bin so froh, dass er […] solcher Abschaum ist. Wahrscheinlich täte er sich einen Gefallen, wenn er sich umbringen würde […].“
Wie schnell verurteilt man jemanden, weil man dies oder jenes gehört hat, ohne die ganze Geschichte zu kennen? Auch wenn dies fiktiv ist, bin ich mir sicher, dass es in der Realität nicht anders aussieht, und wie krank ist das? Kaum ist der Zug voll Hass ins Rollen gebracht, lässt er sich nicht mehr aufhalten. Dabei vergessen wir, dass da hinter der Kamera und in der Öffentlichkeit immer noch Menschen stehen. 

Im Klappentext werden Logans Dämonen erwähnt und die haben es in sich. Die sind dafür mitverantwortlich, dass „Stars In Your Eyes“ eben keine locker-flockige Geschichte mit kitschigem Happy End ist. Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, deshalb nur folgendes: Ich empfand den Realismus hinsichtlich der Beziehung zwischen Mattie und Logan und den Umgang mit den erlebten Traumata sehr gelungen und einfühlsam. Hier sollte auf jeden Fall ein Blick auf die Triggerwarnung geworfen werden.
Dadurch, dass die Geschichte jeweils aus der Sicht von Logan und Mattie erzählt wird, erfährt man auch viel über Mattie und über die Abneigung seines Vaters ihm gegenüber, nur weil er schwul ist, die Liebe zu seiner Schwester und seiner Mutter. Auch darüber, was die Beziehung zu Logan, egal ob fake oder echt, mit ihm macht. Ich mochte Mattie wirklich sehr. Er war immer freundlich und hilfsbereit, wusste aber seine Grenzen zu setzen und war immer darauf bedacht, die von anderen zu wahren. 

Auch wenn ich diesmal etwas länger gebraucht habe, um in die Geschichte zu finden, konnte sie mich am Ende mit ihrem Tiefgang und der realistischen Darstellung der Beziehung von Logan und Mattie überzeugen. Wer es auch nicht mag, wenn in Büchern suggeriert wird, dass Liebe alle Wunden heilen kann, sollte hier auf jeden Fall rein lesen.

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