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Rezension zu „Injection“

Posted in Allgemein, and Rezensionen

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Marc Weiherhof

„Injection“

MAIN Verlag

9783959490337

14,90€/6,99€

Doktor Korvin Lindner bekommt die Chance am berühmten Swiss Biobank Laboratory an einem Heilmittel zu forschen, dass Millionen Menschen das Leben retten könnte. Was sich am Anfang als wahrgewordener Traum anfühlt, wird immer mehr zur Belastungsprobe, denn die Bioterrorismus Organisation egO wird auf ihn Aufmerksam und ihnen ist jedes Mittel recht, um an das Heilmittel zu gelangen. Plötzlich ist seine ganze Familie in Gefahr und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Dies ist mein erstes Buch von Marc Weiherhof, und leider konnte es mich nicht gänzlich überzeugen. Schon der Prolog, der eigentlich spannend und Lust auf mehr machen sollte, ist langatmig und nervt mit einem geschwätzigen Bösewicht. Ich fragte mich schon bald ob das der Anfang der Geschichte sein soll. Nein sollte es nicht sein und man wurde im nächsten Kapitel ein paar Monate zurück versetzt und erfuhr, wie es zum Showdown im Prolog kam. Leider fiel mir auch hier das Eintauchen in die Geschichte schwer, da mir manche Passagen nicht logisch erschienen, und ich erst mal darüber nachdenken musste. Auch die Dialoge zwischen den Personen waren an mancher Stelle plump und einfach, so wie die Personen selbst. Durch die Er-Perspektive konnten sie keine Tiefe erlangen und somit war mir eine emotionale Bindung zu ihnen nicht möglich. Emotionen die ich während der Geschichte fühlte waren vor allem Ekel, Wut und Genervt sein. Korvin hätte ich am liebsten die Hälfte des Buches durchgerüttelt, denn seine Reaktionen und Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Da tat mir sein Ehemann leid, der von ihm stark vernachlässigt wurde. Dank Marcs ausführlichen Beschreibungen, konnte ich mir ein genaues Bild vom Institut und von der Landschaft der Schweiz machen. Natürlich gab es auch Liebes- und Sexszenen, diese erreichten mich emotional aber nicht. Ich fühlte weder die Erotik noch die Liebe, da konnten auch die expliziten Beschreibungen nichts ändern. Wie es sich für einen Thriller gehört, musste es ein spannendes Finale geben. Wird Korvin seine Familie rechtzeitig retten können? Ich habe mit gefiebert, und als es endlich soweit war, war ich enttäuscht, dass alles so schnell geregelt war. Die Lösungen wurden einfach so präsentiert, und das Ende war somit teilweise vorhersehbar. Es gab eine Szene die mich wirklich mitgerissen hat, und diese war am Anfang, als der Bösewicht in seinem Versteck und seine Handlungen beschrieben wurden. Da hatte ich richtige Gänsehaut und war gefesselt. Ansonsten gab es viele dramatische Passagen und manche Szenen wurde aus meiner Sicht etwas übertrieben beschrieben, dass es schon wieder zu viel und nicht authentisch wirkte.

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