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Aktionstag zu “Kurzum Liebe”: Beitrag 2 – Interview mit Barbara Corsten

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Vielen Dank an Barbara Corsten, die sich die Zeit für meine Fragen genommen hat :).

Sechs Kurzgeschichten und keine gleicht der anderen: Wie bist du auf die Ideen zu den einzelnen Geschichten gekommen?

Das kann ich dir so im Einzelnen gar nicht mehr sagen. Bei „Künstlerseelen“ war es ganz klar einer der Jahrestage des Attentats und die Idee eines einfachen Abschieds, der nicht für die Ewigkeit gedacht war. Der ein „auf Wiedersehen“ sein sollte und zu einem „Lebwohl“ wurde. Gleichzeitig liebe ich den Gedanken an eine Liebe, die den Tod nicht als endgültigen Abschied sieht. Um ehrlich zu sein, habe ich in dem Stil mehrere Kurzgeschichten, die das thematisieren. Liebe stirbt nicht.

Bei „Inmitten der Nacht” hatte ich plötzlich das Bild dieser Kerze in einem Fenster und darum herum hat sich die Geschichte beim Schreiben entwickelt.

Bei „Merry Christmas“?  Ich habe mich schon immer darüber amüsiert, wie ähnlich sich die Worte „merry“ und „marry“ sind und hatte dann die spontane Idee, ob ich es nicht schaffe die Worte in einer Geschichte zu kombinieren. Meist setzte ich mich dann einfach an den PC, tippsel drauf los und gucke, ob was bei rum kommt.

Hast du sie alle nebeneinander oder nacheinander geschrieben?

Nein, sie waren einfach die „Auserwählten“ aus einem größeren Fundus meiner Kurzgeschichten. Die neueste Geschichte ist die mit dem kleinen Hund und die Älteste, glaube ich, ist „Himmel und Hölle“. Besonders stolz bin ich darauf, dass Dima von Seelenburg einen Abschnitt daraus auf seinem youtube Kanal gelesen hat.
Hier der Abschnitt zum Nachhören: #DimaLiest

War eine Geschichte leichter oder schwerer zu schreiben?

Das ist das Seltsame bei meinen Kurzgeschichten. Bei meinen Romanen tue ich mich schon mal schwer. Die ziehen sich. Es kommt auch vor, dass ich tage- oder wochenlang gar nicht schreibe. Aber meine KGs purzeln quasi. Ich habe manchmal den Eindruck, ich bin nur der Vermittler, der seine Finger zur Verfügung stellt.

Hast du eine Lieblingsgeschichte unter den sechs und wenn ja, welche ist es?

Oh, das könnte ich so jetzt noch nicht einmal direkt beantworten. Weil es stimmungsabhängig ist.

Hast du ein Lieblingszitat aus der Anthologie?

Aus „Himmel und Hölle“, weil ich glaube, dass viele von uns das schon mal erlebt haben: „Zuerst hielten sich die guten und die schlechten Zeiten noch die Waage. Aber nun überwiegen die schlechten Zeiten eindeutig und die guten Momente sind seltene Lichtblicke, die nicht reichen, uns über diese zunehmend schlechten Tage und Wochen zu tragen.”

Du hast bis jetzt zwei Romane bei Verlagen veröffentlicht und die Anthologie als Selfpublisherin: Wie waren deine Erfahrungen?

Das Selfpublishing war aufregend, aber ganz ehrlich? Ich bin froh, dass mein Verlag mir alles abnimmt. Minelle Chevalier war mir eine riesengroße Hilfe. Ich finde sie hat das super gemacht (Nochmal DANKE an dieser Stelle) Ich habe so gar keine Ahnung von Schriftsetzung, Schusterjungen und Hurenkinder oder von Covergestaltung.

Vom Entstehungsprozess bis zur Veröffentlichung der Anthologie: Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?

Das Aussuchen der Geschichten. Ich habe noch mal alle durchgelesen und war manchmal ganz erstaunt: Das habe ich geschrieben? Das klingt ja richtig professionell … ;)
Klingt zwar blöde, aber ich habe mich teilweise richtig festgelesen.

Hast du vor weitere Bücher als SPlerin zu veröffentlichen?

Ich glaube nicht. Zumindest momentan nicht. Wer weiß, was die Zukunft bringt. Ich habe einfach gedacht, wie schade es ist, dass mein Verlag keine Kurzgeschichten veröffentlicht und eigentlich ist meine älteste Tochter auf die Idee gekommen, es einmal selbst zu versuchen.

Könntest du dir vorstellen, eine der sechs Geschichten umzuschreiben/weiterzuschreiten und als Roman zu veröffentlichen?  

Eindeutig ja und zwar „Tanz des Verführers“.

Magst oder kannst du uns schon verraten, was wir als nächstes von Dir lesen können?

Momentan stehe ich kurz vor dem Ende einer Geschichte, die „eigentlich“ als weihnachtliche Kurzgeschichte geplant war und deren Protas einfach immer weiter erzählt haben. Was soll ich sagen? Kurz ist anders ;) Sie handelt von einem Mann namens Thomas van Hoeve (Tom genannt) mit einem geistig behinderten, jüngeren Bruder (Maxi). Er ist dessen Vormund.  Durch Maxi lernt er dann die Liebe seines Lebens kennen. Dieser Mann ist jedoch nicht geoutet. Kann die Liebe der beiden die doppelte Belastung aushalten? Die Verantwortung für einen geistig Behinderten zu sorgen und gleichzeitig eine Beziehung im Geheimen zu leben?

Möchtest du deinen Lesern zum Abschluss noch etwas sagen?

Wenn ich darf? Gerne! Danke für die Möglichkeit. Ihr Lieben: Als erstes möchte ich mich natürlich bedanken. Ohne euch wäre ich nichts. Euer Feedback, euer Lob und eure Kritik trägt mich über jedes Kreatief und motiviert mich immer aufs Neue. Es macht Spaß für euch zu schreiben. Ihr seid Inspiration und Ansporn zugleich. Danke dafür <3 Tja, und als zweites muss ich mich bei euch entschuldigen. Asche auf mein Haupt. Ich weiß, dass viele von euch auf den Spin Off zum Klippenspringer warten und die angefangene Geschichte auf bookrix verfolgen. Ich habe mich da total in der Recherche verloren und momentan angesichts des Themas, Schiss vor meiner eigenen Courage. Die „weihnachtliche Kurzgeschichte“ über Tom und Maxi sollte eigentlich nur eine Ablenkung sein und meine Inspiration wieder ans Fließen bringen. Ja – das hat funktioniert – besser als erwartet. Aber die Story um Richard und Miro liegt nur auf Halde, sie wird weiter gehen. Bitte habt Geduld mit mir und meiner Muse.

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