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Rezension zu “Betrayal – Stirb für mich”

Posted in Allgemein, and Rezensionen

Habt ihr das auch manchmal? Ihr lest eine relativ harmlose Szene in einer Geschichte, aber bei euch springt sofort das Kopfkino an und ihr stellt euch die wildesten oder schlimmsten Dinge vor?

So ging es mir mit „Betrayal“ von Fenja Wächter.

“Betrayal – Stirb für mich”

Fenja Wächter

Dead Soft Verlag

9783960894148

12,95€/5,49€

* Rezensionsexemplar *

Klappentext: In einem Spiel auf Leben und Tod sollten Chase und Joshua erbitterte Gegner sein: Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Chase schon sein halbes Leben für den Gangster Butcher arbeitet, folgt Polizist Joshua beruflich seinen Idealen, wagt es privat jedoch nicht, zu seiner Homosexualität zu stehen. 
Verbrecher und Gesetzeshüter – und doch fühlen sie sich wider Willen zueinander hingezogen. Denn ausgerechnet bei Chase findet Joshua den Halt, den er sein ganzes Leben schmerzlich vermisst hat und den Chase ihm gerne bereit ist, zu geben. Was sie nicht wissen: Joshua ist nur eine Figur für Chases Gegner in einem Spiel, das nur einer von ihnen überleben kann.

In dem Buch gibt es zwei Zeitebenen. Einmal 1989 und dann die Gegenwart. Beide sind miteinander verknüpft, auch wenn ich etwas gebraucht habe, sie miteinander zu verbinden.

Ich fand, dass von Anfang an eine gewisse Schwere über der Geschichte hing, die mich nichts Gutes ahnen ließ. Und diese Vorahnung begleitete mich die ganze Zeit, sodass ich für das Buch ein bisschen länger gebraucht habe als nötig. Ich hatte Angst davor, was mich in manchen Kapiteln erwarten würde. An dieser Stelle Danke an mein überaus kreatives Kopfkino, in welchem ich mir für die Kapitel, die in der Vergangenheit spielten, die schlimmsten Sachen ausgemalt habe. Es traf dann nicht so heftig ein, wie ich es mir vorgestellt hatte, war aber deshalb nicht weniger emotional schlimm für mich.

Ich muss gestehen, dass ich eine typische Mafia Geschichte erwartet hatte. Dass es um ein Spiel ging, welches mich an „Die Tribute von Panem“ erinnerte, kam dann doch überraschend. Trotzdem hatte es seinen eigenen Charakter und wirkte nicht wie ein Abklatsch. 

Ein paar Probleme bereiteten mir ein einige Kampfszenen, bei denen ich irgendwann den Überblick verloren habe, wer wen in welcher Position angriff und wer verletzt wurde. 

Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte sehr gefallen. Ich mochte die Liebe, die sich langsam zwischen Joshua und Chase entwickelte. So bittersüß, dazu noch Geheimnisse und Intrigen. 

Mir gingen aber nicht nur Joshua und Chase, sondern auch die Nebencharaktere Reed und Samuel sehr nahe. Ihre Geschichten haben mich auf ihre eigene Weise berührt.

Zum Ende möchte ich nicht viel verraten. Die letzten 10% des Buches haben mich emotional fertig gemacht, was passieren kann, wenn man wie ich nah am Wasser gebaut ist. Ich fand es aber gut und plausibel, denn alles andere wäre, in meinen Augen, unrealistisch gewesen. Auch wenn ich mir trotzdem ein anderes Ende erhofft hatte. 

Ich kann das Buch allen empfehlen, die auf der Suche nach einem spannenden, mit Intrigen gespickten Roman sind, in dem die ganze Zeit etwas Schweres und Unheilvolles mitschwingt. 

Die Autorin hat mir verraten, dass es einen zweiten Band geben wird. Mit einem anderen Haupt-Pärchen, aber Chase und Joshua werden darin vorkommen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

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